Historie und Entwicklung


17. Juni 1953
Blutige Niederschlagung des Aufstandes in der DDR und Ost-Berlin durch die rote Armee. Die Stiftung unterstützte die Opfer des Aufstandes. Durch die gute Zusammenarbeit mit Verbänden und Senatsdienststellen konnten im Jahr 1953 rund 13.000 Flüchtlingskinder an Ferienspielen in Berlin teilnehmen. Die Stiftung richtete die Kindertagesstätte im neuen Notaufnahmelager mit Kindermöbeln ein und versah sie mit Säuglingswäsche.

29. September 1953
Ernst Reuter starb in seinem Haus an Herzstillstand.

1954
Nach der Einführung des Bundesvertriebenengesetzes zum 5. Juni 1953 in Berlin wurden die Möglichkeiten zur schnelleren und besseren wirtschaftlichen und sozialen Eingliederung der Flüchtlinge immer weiter verbessert. Die Organe der Stiftung folgten daher dem Rat der amerikanischen Freunde, in Berlin eine Heimstätte für in Ausbildung befindliche junge Flüchtlinge, für Studierende und Lehrlinge zu schaffen. Da der Bezirk Wedding Ernst Reuter besonders am Herzen lag, wurde hier mit der Suche nach einem geeigneten Standort begonnen.

1. April 1959
Übernahme des Ernst-Reuter-Archivs von der Ernst-Reuter-Gesellschaft.

20. Juni 1960
Grundsteinlegung des Ernst-Reuter-Heimes mit 415 Wohnplätzen, Dusch-, Wasch- und Toilettenräumen sowie Teeküchen im Wedding.

16. April 1961
Einweihung und Namensgebung durch den Regierenden Bürgermeister Willy Brandt und den Kommandanten des amerikanischen Sektors von Berlin, General Ralph M. Osborne.

13. August 1961
Bau der Berliner Mauer.

28. September 1962
Grundsteinlegung des Paul-Hertz-Heimes. Dr. Paul Hertz war Senator für Wirtschaft und Kredit, Aufsichtsratsvorsitzender der Bürgermeister-Reuter-Stiftung.

4. Dezember 1963
Fertigstellung des Paul-Hertz-Heimes.

16. November 1964
Richtfest des Paul-Fleischmann-Heimes, ein weiteres Arbeitnehmer-Wohnheim mit 532 Plätzen. Fertigstellung 28. Oktober 1966. Paul Fleischmann war von 1952 bis 1957 Präsident des Landesarbeitsamtes. Er bemühte sich in Zusammenarbeit mit Dr. Paul Hertz um die Durchsetzung des Notstandsprogramms.

1965
Wegen des hohen Wertes des historischen Materials des Ernst-Reuter-Archivs erschien eine Unterbringung in seinem Sterbehaus nicht mehr ausreichend gesichert. Das Archiv wurde daher in das Landesarchiv Berlin überführt.

25. Mai 1967
Richtfest des Walter-May-Studentenwohnheimes.

18. Mai 1968
Namensgebung nach Walter May, Stadtrat für Volksbildung und enger Mitarbeiter Ernst Reuters.

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© Bürgermeister Reuter Stiftung 2008
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